KRISENBEWÄLTIGUNG FÜR DIE BAU- UND IMMOBILIENWIRTSCHAFT

Wir vom MKBauImm e.V. wünschen Ihnen Allen Gesundheit und Gelassenheit angesichts der großen Herausforderungen, welche die Corona-Pandemie mit sich bringt.

Gerade auch für die Praktiker in der Bau- und Immobilienwirtschaft stellen sich im Moment viele Probleme: Ausgangs- und Kontaktverbote und die mangelnde Verfügbarkeit von Arbeitskräften aus dem Ausland haben schon jetzt große Auswirkungen auf das Baugeschehen – und das wird vermutlich noch eine Weile so bleiben. Die Verunsicherung ist groß.

Das Geschäft in der Bau- und Immobilienwirtschaft ist ein langfristiges, die Unterbrechung vieler Planungs- und Bauprozesse wird für Architekturbüros, Handwerker und Baufirmen, aber auch für Projektsteuerer und Projektbegleiter erhebliche Probleme mit sich bringen. Denn die Fixkosten laufen weiter, und die Umsätze stagnieren oder fehlen ganz. Und das wird Engpässe in der Liquidität verursachen, die leicht zur existentiellen Bedrohung werden können.

Umso wichtiger ist es für die gesamte Branche, die bereits geplanten oder laufenden Projekte reibungslos abzuwickeln, soweit dies möglich ist. Daher empfiehlt es sich, anstehende Probleme möglichst kooperativ, möglichst schnell und möglichst einvernehmlich zu lösen – denn die staatlichen Gerichte stehen für eine Problemlösung derzeit nur sehr reduziert zur Verfügung. Und es ist kaum vorstellbar, wie sie den Streitstoff bewältigen sollen, wenn die Krise einmal vorbei ist – ganz abgesehen davon, dass es dann vielen auch gar nichts mehr nützen könnte.

Aktuell gibt es auch noch keine rechtsicheren Antworten auf die drängendsten Fragen: Wie werden Leistungs- und Zahlungsverspätungen begründet? Hat man einen Anspruch auf Bauzeitverlängerung? Wer trägt das Risiko? Ist es höhere Gewalt oder eine Störung der Geschäftsgrundlage? Was hätte das für rechtliche und tatsächliche Folgen? Wer hat welche Ansprüche gegen wen?

Die daraus resultierenden Konflikte sind absehbar – und sie müssen natürlich sachgerecht gelöst werden.

Daher wäre es am besten es, die Beteiligten könnten selbst über die anstehenden Fragen entscheiden und müssten die Konfliktlösung nicht anderen überlassen. Ein bewährter Weg, dies zu bewältigen, ist die Mediation.

Mit Hilfe eines Mediators können die Parteien zu einer autonomen Verständigung finden. Das gilt umso mehr, als die jetzige Situation mit rechtlichen Maßstäben schwer oder gar nicht zu beurteilen oder zu lösen ist. Eine Aufklärung der streitigen Themen, ein Herausarbeiten der beiderseitigen Interessen und eine kreative Lösungsfindung sind im Moment sicher effizienter als ein Baustopp. Schnelle Klärungsalternativen werden jetzt dringender gebraucht denn je!

Gerade die aus der Corona-Krise erwachsenden Bedrohungen und Herausforderungen können auch aus anderen als nur rechtlichen Perspektiven betrachtet, für sie können pragmatische und für die Parteien adäquate Lösungsansätze gefunden werden.

Wir haben uns auch Gedanken über die Form und das Setting einer solchen „Mediation in Krisenzeiten“ gemacht: natürlich sind Präsenzsitzungen in dieser Zeit nicht das Mittel der Wahl. Aber Video- und Telefonkonferenzen sowie sogenannte Shuttle-Mediationen, in welchen der Mediator/die Mediatorin mit den Parteien abwechselnd spricht, sind möglich und durchaus erfolgversprechend.

Sie finden in unserem Mediatorenpool sicher den einen oder anderen geeigneten Partner für Ihr Problem. Sprechen Sie uns an – wir sind für Sie da!

Der Vorstand / Dr. Sabine Renken / Prof. Dr. Martin Jung.

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– TERMINVERLEGUNG – 10. KONGRESS KONFLIKTMANAGEMENT IN DER BAU- UND IMMOBILIENWIRTSCHAFT

Der 10. Kongress

Konfliktmanagement in der Bau-und Immobilienwirtschaft

INNOVATION – EFFIZIENZ – WERTSCHÖPFUNG

findet

am 20. März 2020  30.Oktober 2020

in Berlin

im Steigenberger Hotel am Kanzleramt statt.

Es wird der dritte gemeinsame Kongress der beiden Verbände MKBauImm und DGA-Bau sein, die sich intensiv und vorrangig für die Konfliktprävention, Förderung und Ausweitung der außergerichtlichen Streitbeilegung in der Bau-und Immobilienwirtschaft einsetzen.

Bei Anmeldung bis zum 15.01.2020 können Sie den Frühbucherpreis in Anspruch nehmen.

Wählen Sie Vorträge aus den Themenblöcken

  • Öffentlichkeitsbeteiligung
  • Konfliktprävention durch Integrierte Projektabwicklung
  • Innovative und interkulturelle Ansätze
  • Wertschöpfung statt Wertvernichtung

Freuen Sie sich auf die 

  • Verleihung der Förderpreise 2020 und
  • die Diskussionen mit den Referenten.

Näheres können Sie den anliegenden Flyern zum Kongress und zum Förderpreis entnehmen.

Die Teilnehmer erhalten eine Teilnahmebescheinigung über 4,5 Zeitstunden. Die Teilnahmebescheinigung erfüllt die Anforderungen der ZMediatAusbV (Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung).

Die Anmeldung kann unter www.konfliktmanagement.online direkt vorgenommen werden. Alternativ kann das Anmeldeformular im Kongressflyer verwendet werden. 

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FORTBILDUNG MEDIATOREN 2020

Unsere Mitglieder haben sich immer wieder eine fundierte und fachspezifische Mediationsfortbildung gewünscht. Diesem Wunsch sind wir mit der modularen Fort- und Weiterbildung in Zusammenarbeit mit unserem Mitglied Christoph Bubert nachgekommen. Die bisherigen Veranstaltungen hatten viel positiven Zuspruch.

Den Erfolg solcher Veranstaltungen können wir allerdings nur durch die Teilnahme von Mitgliedern des Vereins – oder Interessierten – erreichen!

Wir freuen uns, Ihnen in Zusammenarbeit mit Christoph Bubert vier Aufbau- und Fortbildungsblöcke, die auch getrennt gebucht werden können, von insgesamt 54 Präsenzstunden, zusätzlichen 16 Stunden für Script- und Literaturstudium sowie 10 Stunden Peergroup-Arbeit (Intervision), insgesamt 80 Stunden – an jeweils zwei Tagen im Februar, April, Juni und im August im Haus der Technik in Essen anbieten zu können.

So haben Sie die Möglichkeit, Ihren bisherigen Ausbildungsumfang einzelfallbezogen zu erhöhen. Hiervon können auch all diejenigen profitieren, welche die nach der ZMediatAusbV geforderten Stunden derzeit nicht nachweisen können. Selbstverständlich stehen die genannten Aus- und Fortbildungsblöcke auch den MediatorInnen offen, die sich ohne das Ziel der Zertifizierung fortbilden möchten.

Die Inhalte der geplanten Fortbildung und Einzelheiten zum Ablauf, Kosten etc. finden Sie hier.

NEU: Die Module und einzelne Tage können einzeln gebucht werden! Bei Bedarf an einer Buchung von einzelnen Tagen sprechen Sie uns bitte an.

Die Fortbildung ist auf 12-15 MediatorInnen begrenzt; kann aber auch nur bei einer entsprechenden Mindestteilnehmerzahl stattfinden – wir haben uns sehr bemüht, die Kosten so gering wie möglich zu halten!

Wir weisen auf Folgendes hin:
Nach der Rechtsverordnung zum Mediationsgesetz sind für zertifizierte Mediatoren 40 Fortbildungsstunden innerhalb von jeweils vier Jahren erforderlich. Die Fortbildungsstunden unserer Verbandsausbildung können Sie auch auf die Fortbildungsanforderungen des gesetzlich zertifizierten Mediators anrechnen lassen.
Gleiches gilt für die notwendige Einzelsupervision (§ 2 und §7 ZMediatAusbZ) einer durchgeführten Mediation, die sowohl für die gesetzliche Zertifizierung als auch für die Verbandszertifizierung notwendig ist und ebenfalls von Herrn Bubert angeboten wird.

Die Termine für 2020 lauten:

Modul 1:       Freitag, 28. und Samstag, 29. Februar 2020
Modul 2:       Freitag, 17. und Samstag, 18. April 2020
Modul 3:       Freitag, 05. und Samstag, 06. Juni 2020
Modul 4:       Freitag, 28. und Samstag, 29. August 2020

Es sind noch Plätze frei!

Die Module können getrennt gebucht werden, auch die jeweiligen Tage. Sie können sich also anmelden, auch wenn Sie tatsächlich nur an einem der angebotenen Tage des Moduls Zeit oder schon genug Stunden zur Anrechnung haben.

Bitte beachten Sie, dass die Anmeldefrist jeweils einen Monat vor Beginn endet!

Wenn sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht eine ausreichende Anzahl von Teilnehmern angemeldet hat, kann  die fundierte und fachspezifische Mediationsausbildung leider nicht stattfinden.

Den Flyer dieser Aufbau- und Fortbildung mit dem Anmeldeformular finden Sie hier.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Martina Lauenroth (info@lauenroth-germund.de; Tel. 0211 / 542 08 188) oder Christoph Bubert (info@mediation-bubert.de; Tel. 02203 / 35 71 69).

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PREISAUSLOBUNG „PRAXISFALL GUTER KOOPERATION“

Preisauslobung
für den besten Praxisfall von Konfliktprävention und Konfliktmanagement
in der Bau- und Immobilienwirtschaft

Wie preiswürdig ist Ihr Konfliktmanagement?

Konfliktprävention und Konfliktmanagement einschließlich der Mediation gewinnen für die Bau- und Immobilienwirtschaft immer weiter an Bedeutung.

Deswegen haben sich der MK BauImm und die DGA-Bau entschieden, einen Preis für den besten Praxisfall auszuloben, der für besonders gelungene und wertschöpfende Fälle der Konfliktprävention und des Konfliktmanagements in der Bau- und Immobilienwirtschaft verliehen wird. Die Details enthält der Flyer zum Förderpreis.

Bewerbungen sind möglich bis 17.01.2020.

Wir beraten Sie gern im Vorfeld Ihrer Bewerbung:

Lydia Pabst
Dipl.-Ing. Architektur, Dipl.-Bauingenieurin, Mediatorin
geschaftsstelle@mkbauimm.de
pabst@kvlgroup.de

Prof. Dr. Martin Jung
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht, Wirtschaftsmediator, Honorarprofessor an der TU Berlin
Martin.Jung@kapellmann.de

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BERICHT ÜBER DIE HERBSTTAGUNG DES MKBAUIMM 2019

Am 25./26. Oktober 2019 haben wir unsere Herbsttagung im Schloss Ettersburg bei Weimar abgehalten. Der Tagungsort hat sich in jeder Hinsicht bewährt – zum einen ist das sorgsam restaurierte Schloss mit seinem traumhaften Park, der einst von dem berühmten Fürst Pückler gestaltet wurde, für viele unserer Mitglieder und Freunde gut zu erreichen, und außerdem ist Ettersburg ein Ort mit einer großartigen Tradition für interessante Begegnungen.

So fand unser Treffen in einem Raum statt, wo schon Goethe Theater gespielt hat!

Wie immer hatten wir zwei schöne Tage mit interessierten Freunden der alternativen Konfliktlösung zur Fortbildung und zum Erfahrungsaustausch. Aber auch ein gemeinsamer Besuch mit Führung in der berühmten Anna-Amalia-Bibliothek stand dieses Jahr auf der Tagesordnung. Damit sind wir dem Wunsch vieler Teilnehmer gefolgt, am Rande der Tagung mehr Raum für Begegnungen zu schaffen, und schon das war ein voller Erfolg.

Der erste Tag begann mit einem Vortrag von Dr. Martin Stoltefuß über frühes Konfliktmanagement in der Baupraxis. Seine Kernaussage war, dass Konfliktmanagement im Bauwesen keine Randdisziplin ist, sondern wesentliche Grundlage für eine erfolgreiche Projektabwicklung.

Danach referierte Klaus Heinzerling über Rollenbilder und Kommunikation der Baubeteiligten. Fazit war, dass es eines Kulturwandels im Umgang mit Risiken bedarf. Module einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit wurden vorgestellt, und eine Projektkultur des Respekts, des Vertrauens und des Zusammenwirkens postuliert, welche den Fokus auf dem gemeinsamen Projekt hat. Gemeinsame Projektbüros und die gemeinsame Nutzung einer Datenplattform sind hierfür geeignete Bausteine. Im Rollenbild des Baumanagers müsse es einen Paradigmenwechsel geben, nämlich weg vom Konflikt- und hin zum Kooperationsmanagement. 

Auch in diesem Jahr stellten einige Teilnehmer Beispiele aus ihrer eigenen Praxis vor, sehr unterschiedliche Fälle mit durchaus unterschiedlichen Lösungsansätzen, die interessiert diskutiert wurden. Vielleicht können wir im nächsten Jahr auch die Supervision noch dazu nehmen – auch dadurch ergeben sich learnings für unsere Mediatoren und solche, die es werden wollen!

Der zweite Tag wurde von Dr. Hanna Milling gestaltet, einer promovierten Philosophin, die mit großem Charme über Storytelling in der Mediation sprach. Wirkung und Funktion sowie der Einsatz von Geschichten wurden besprochen, und etwaige Zweifel am Geschichtenerzählen in unserer eher nüchternen Branche wurden damit schnell relativiert.

Natürlich kommt es auch auf das Wie des Erzählens und das richtige timing an. In kleinen Gruppen wurden die von der Referentin mitgebrachten Geschichten analysiert und wir haben uns überlegt, in welchen Situationen man diese einsetzen könnte. Tatsächlich lässt sich die Wirkung von Geschichten mit neurobiologischen Erkenntnissen erklären und kann den Konfliktparteien helfen, sich und das Gegenüber besser einzuordnen, was bekanntlich eine notwendige Voraussetzung für das bessere Verstehen im Konflikt ist.

So konnten wir unsere von Lydia Pabst perfekt organisierte Tagung nachdenklich und angeregt beenden – und haben gleich vor Ort beschlossen, uns auch im nächsten Jahr wieder in Weimar zu treffen, und zwar am 30./31. Oktober 2020 – bitte merken Sie sich den Termin schon einmal vor. Der Vorstand verspricht, sich dazu wieder ein spannendes Programm auszudenken und Ihnen Angebote aus dem reichen Schatz der Kultur in der Gegend zu machen!

IMPRESSIONEN (Youtube Video) von der Herbsttagung finden Sie hier.

Dr. Sabine Renken, M.A.
Presse / Public Relations

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QVM-Standards 2019

Liebe Mitglieder,

die Verbände BAFM, BM, BMWA, DfFM, DGM haben einen gemeinsamen „QVM-Standard“ verabschiedet. Ziel des QVM ist es, für die Ausbildung von Mediator*innen in Deutschland einen hervorragenden Standard zu etablieren und damit die Qualität der Mediation nachhaltig zu sichern.

Das Projekt QVM (Qualitätsverbund Mediation) wurde in einer Vorstandssitzung des DFfM (Deutsches Forum für Mediation), dessen Mitglied der MKBauImm e.V. ist, und an der unser Vorstand Andreas May bereits Ende 2017 für unseren Verein teilgenommen hat, ausführlich vorgestellt und von allen Beteiligten für gut befunden.

Es ist aus unserer Sicht ein großer Erfolg und ein schönes Signal in der doch recht zersplitterten Mediationslandschaft, dass über die Standards für eine qualitätsvolle Ausbildung zwischen den beteiligten Verbänden diese Einigkeit besteht.

Sie finden hier die 1. Frankfurter Erklärung und hier die QVM-Standards.

Bei Rückfragen nehmen Sie bitte Kontakt mit Herrn Dr. Andreas May (may@maypartner.de) auf.

Mit besten Grüßen
der Vorstand

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FACHGRUPPE ÖFFENTLICHKEITSBETEILIGUNG DES MKBAUIMM HAT SICH KONSTITUIERT

Am 28. Mai 2019 fand das 1. Treffen der Fachgruppe Öffentlichkeitsbeteiligung in Frankfurt am Main unter der Leitung von Roland Strunk statt.

Im Fokus dieses ersten Treffens stand das gegenseitige Kennenlernen und ein erster Austausch über gute und auch weniger gute Erfahrungen mit Beteiligungsverfahren. Daraus leiteten die Teilnehmenden Herausforderungen, Themen sowie Handlungsfelder für ihre künftige gemeinsame Arbeit ab, um Ansatzpunkte zur Entwicklung von neuen Methoden und Werkzeugen in der Öffentlichkeitsbeteiligung zu erhalten. Dabei wurde deutlich, dass wichtige weiterführende Erkenntnisse dadurch erzielt werden könnten, wenn es gelänge, die Sicht der Gruppe der Betroffenen, also der zu Beteiligenden einzunehmen. Den dazu erforderlichen „Perpektivwechsel“ werden die Mitglieder der Fachgruppe in ihren kommenden Begegnungen vornehmen.

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INFORMATION ZUR AUS- UND FORTBILDUNG ZERTIFIZIERTER MEDIATOREN

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass für zertifizierte Mediatoren am 31.8.2019 die 2 Jahresfrist endet, um der Fortbildungsverpflichtung nach § 4 ZMediatAusbV mit dem Nachweis von mindestens vier supervidierte Praxisfällen nachzukommen.

Das betrifft zertifizierte Mediatoren, die
– vor dem 26.7.2012 (Inkrafttreten des Mediationsgesetzes) ihre Ausbildung (Ausbildungsumfang mindestens 90 Stunden) erfolgreich abgeschlossen
– oder vor dem 1.9.2017 ihre nach Inhalt und Umfang an den Anforderungen des § 2 Abs. 3 und 4 ZMediatAusbV orientierte Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und bis zu diesem Zeitpunkt an einer Einzelsupervision teilgenommen haben

Für andere zertifizierte Mediatoren, die ihre Ausbildung erst nach Inkrafttreten der ZMediatAusbV am 01.09.2017 absolviert haben, beginnt die Zweijahresfrist für die Fortbildungsverpflichtung erst mit der Ausstellung der Bescheinigung nach dem § 4 Abs. 1 Satz 2, 2 Abs. 6 ZMediatAusbV. Letzteres meint die Einzelsupervisionsbescheinigung.

Das heißt: Alt-Mediatoren benötigen zwar keine Einzelsupervision zur Erlangung der Zertifizierung, aber zum Behalten der Zertifizierung benötigen sie vier supervidierte Praxisfälle bis zum 31.08.2019.

Sollten Sie hierzu Fragen oder Bedarf an Einzelsupervision haben, können Sie gern Herrn Christoph Bubert (info@obkv-rechtsanwaelte.de) oder Frau Martina Lauenroth (info@lauenroth-germund.de) kontaktieren.

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Call for Papers I Presentations Kongress 2020 I Sponsorenaufruf Förderpreise

Der 10. Kongress „Konfliktmanagement – Innovation-Effizienz-Wertschöpfung“ findet am 20. März 2020 im Steigenberger Hotel am Kanzleramt in Berlin statt.

Es wird der dritte gemeinsame Kongress der beiden Verbände MKBauImm und DGA-Bau sein, die sich intensiv und vorrangig für die Förderung und Ausweitung der außergerichtlichen Streitbeilegung in der Bau-und Immobilienwirtschaft einsetzen.

Haben Sie ein Projekt oder Thema, das für den Kongress interessant sein könnte? Nutzen Sie die Möglichkeit, sich als Referent zu bewerben.

Über den nachfolgenden Link gelangen Sie zum Anmeldeformular.

https://www.konfliktmanagement.online/call-for-papers-presentations-2020/

Die Allgemeinen Bedingungen zum Call for Papers / Presentations finden Sie hier:

https://www.konfliktmanagement.online/call-for-papers-presentations-2020/allgemeine-bedingungen-call-for-papers-presentations/

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen bis spätestens zum 10. Juli 2019.

 

Förderpreise 2020 – Sponsorenaufruf

Durch einen Sponsorenbeitrag von jeweils 300 € tragen sie dazu bei, die Verleihung der Förderpreise 2020 zu ermöglichen.

Im Förderflyer werden Ihre Logos traditionsgemäß in der Reihenfolge Ihrer Förderzusagen platziert werden (vgl. Förderflyer 2019)

 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle.
Frau Lydia Pabst
geschaeftsstelle@mkbauimm.de
Tel. 030 398205080

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BERICHT ÜBER DEN 9. KONGRESS KONFLIKTMANAGEMENT

9. Kongress „Konfliktmanagement in der Bau- und Immobilienwirtschaft“ am 29. März 2019

Zum zweiten Mal haben der MKBauImm und die DGA-Bau in Berlin ihren Kongress zusammen gestaltet, und wie im Vorjahr hat das gemeinsame Anliegen der Förderung und Ausweitung außergerichtlicher Streitbeilegung in der Bau- und Immobilienwirtschaft reges Interesse geweckt. Ausgesuchte Referenten haben interessante Vorträge gehalten:

Prof. Dr. Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing, hielt einen komplexen und äußerst eloquenten Vortrag über „Konfliktbearbeitung in der parlamentarischen Demokratie“, in dem sie zeigte, wie die politische Landschaft in der BRD sich in den letzten Jahren verändert hat und die Frage aufwarf, inwieweit auch Mediation im Rahmen politischer Entscheidungsprozesse eingesetzt werden kann. 

Markus Lentzler, Mitglied der Geschäftsführung de ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG in Hamburg, berichtete über die innovative „Integrierte Projektabwicklung mit Mehrparteienvereinbarung zur Wertschöpfung und Konfliktprävention“ am Beispiel eines Kongress Hotels in der Hafen City in Hamburg, in welchem auch die Verwendung von BIM die Transparenz und Zusammenarbeit fordert und fördert und ein mediatives Streitlösungsmodell von vornherein vorgesehen ist.

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Matthias Sundermeier, FG Bauwirtschaft und Baubetrieb, TU Berlin, sprach über „Effizienzvorteile von ADR-Verfahren in Bau- und in Immobilienkonflikten in Hinblick auf Verfahrensdauer und Verfahrenskosten“, wobei er insbesondere hinsichtlich der Einbeziehung von Transaktions- und Opportunitätskosten erstaunliche Ergebnisse vorlegte – etwa, dass sich selbst bei einem Streitwert von 50T€ ein Bauprozess eher nicht lohnt.

Dipl.-Ing. Michael Peine machte pragmatische Lösungsvorschläge in seinem Vortrag zu „ADR-Verfahren in Bau- und Immobilienkonflikten bei geringem Streitwert“ – Nischen, über die sonst keiner redet.

Martina Lauenroth und Andrea Jost trugen gelungene Darstellungen von eigenen Mediations-Fallbeispielen vor – eine bunte Geschichte über ein Gesellschaftshaus mit Gastronomie in einem Zoo, in der das Liebesleben der Siebenschläfer berücksichtigt werden musste, und einen Fall, der sich aus einer Telefonmediation für eine Versicherung zu einer Mehrparteien-Präsenzmediation entwickelte.

Dr.-Ing. Frank Ziegler berichtete von seinen langjährigen, spannenden Erfahrungen aus Vergleichsverhandlungen im internationalen Anlagenbau, und RA Thomas Lapp sprach über „Agile Vertragsgestaltungen im IT-Bereich als Schatzkammer als Schatzkammer für die Bau- und Immobilienwirtschaft“ – hier ließen sich erstaunliche Parallelen zu den flexibleren Modellen bei Partnering-Verträgen in der Bauwirtschaft erkennen.

Das Programm hatte viele Facetten und nach der ersten Auswertung des Feedbacks konnten alle Teilnehmer etwas mitnehmen.

Die Preisträger unseres MKBauImm Förderpreises 2019 waren „Strunk Stadtplanung und Kommunikation“ und „Hofheimer Wohnungsbau GmbH“ mit einem „Gelungenen Einsatz von Öffentlichkeitsbeteiligung zur Vermeidung von Konflikten bei der Abwicklung eines kommunalen Bauvorhabens – Neue Stadtbücherei in Hofheim am Taunus -“.  Die Präsentation stellen wir Ihnen hier gerne zur Verfügung. Das Projekt wurde auf unserer letzten Jahrestagung bereits vorgestellt.

Dr. Sabine Renken, M.A.

Unseren 10. Kongress „Konfliktmanagement in der Bau- und Immobilien-wirtschaft“ werden wir am 20.03.2020 wieder in Berlin im Steigenberger Hotel Am Kanzleramt zusammen mit der DGA-Bau veranstalten.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Der Tagungsband vom 9. Kongress Konfliktmanagement in der Bau- und Immobilienwirtschaft am 29.03.2019, 154 Seiten, Paperback-Einband, mehrfarbig, Format A 4, ISBN 978-3-9817834-5-2, ist über die Geschäftsstelle des MKBauImm (geschaeftsstelle@mkbauimm.de) erhältlich. Verkaufspreis: 50,00 € zzgl. 3,50 € Verpackung und Versand.

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