HERBSTTAGUNG DES VERBANDES AM 19. UND 20. OKTOBER 2018 IM KLOSTER SEEON

Die diesjährige Herbsttagung findet

am 19. und 20. Oktober 2018

 am Tagungsort 

KLoster Seeon am Chiemsee
in Oberbayern

statt.

Schwerpunkt unseres Treffens sind neben anderen sehr interessanten Vortragenden die Beiträge von Herrn Adrian Schweizer und Herrn Roland Strunk. 

Herr Adraian Schweizer arbeitet seit über 30 Jahren als Konfliktlösungsspezialist. Der Wirtschaftsanwalt, aus- und weitergebildet auf den Gebieten Psychologie und Kommunikationswissenschaften sowie  NLP, arbeitet seit 1991 selbständig als Coach, Trainer und Konfliktlösungsberater (Mediator) in der Schweiz, Europa und den USA. Er bildet an der Fern Universität Hagen in zwei Post-Graduate Ausbildungen “Soft Skill Manager” und “Systemische Business Coaches” aus und ist Lehrbeauftragter für Wirtschaftsmediation. Weitere Lehraufträge nimmt er an den Universitäten Karlsruhe und St. Gallen sowie der Hochschule Luzern wahr. Adrian Schweizer hat mehrere Bücher zu seinen Spezialgebieten veröffentlicht.

Der Stadtplaner, Mediator und Moderator Herr Roland Strunk wird einen „Praxisbericht zur Öffentlichkeitsbeteiligung bei öffentlichen Bauvorhaben“ vorstellen – ein Thema, was ständig relevanter wird und auch für uns Mediatoren interessant ist. Herr Strunk konzipiert Beteiligungsprozesse, bereitet Entscheidungs- und Planungsprozesse vor und begleitet diese. Dabei unterstützt er die Öffentlichkeits- und Pressearbeit und liefert Fachinformationen. Im Falle konkreter Bauprojekte kümmert er sich um Nachbarangelegenheiten und das Beschwerdemanagement. Herr Strunk ist Lehrbeauftragter an der Technischen Universität Darmstadt und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und ist als Seminartrainer für Moderation und Visualisierung tätig.

Das vollständige Programm entnehmen Sie bitte der anliegenden Einladung, welcher Sie auch das Formular für die Anmeldung entnehmen können.

Über Ihr Kommen würden wir uns sehr freuen.

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FORTBILDUNG – NEUE TERMINE 2018 / 2019

Liebe Mitglieder und Freunde des Verbandes,

wie schon im vergangenen Jahr wollen wir hiermit regelmäßig unser satzungsmäßiges Ziel, die Qualität der Aus- und Weiterbildung von Mediatoren und somit die Professionalität in der Mediation, sicherstellen.

In Zusammenarbeit mit unserem Mitglied Christoph Bubert können wir drei Aufbau- und Fortbildungsblöcke, die auch getrennt gebucht werden können, von insgesamt 56 Präsenzstunden, zusätzlichen 14 Stunden für Script- und Literaturstudium sowie 10 Stunden Peergroup-Arbeit (Intervision), insgesamt  80 Stunden anbieten:

Modul 1:       07./08. September 2018 (2 Tage) – Anmeldeschluss 09.07.2018
Modul 2:       01.- 03. November 2018 (3 Tage) – Anmeldeschluss 03.09.2018
Modul 3:       18./19. Januar 2019 (2 Tage) – Anmeldeschluss 19.11.2018

So haben Sie die Möglichkeit, Ihren bisherigen Ausbildungsumfang einzelfallbezogen zu erhöhen. Hiervon können auch all diejenigen profitieren, die die nach der ZMediatAusbV geforderten Stunden derzeit nicht nachweisen können.

Die Aus- und Fortbildungsmodule stehen allen Mediatoren offen, die sich fortbilden möchten.

Die Inhalte der geplanten Fortbildung und Einzelheiten zum Ablauf, Kosten etc. finden Sie hier: Inhalte

Die Fortbildung ist auf 20 Mediatoren begrenzt; zugleich kann diese kostendeckend nur bei einer Mindestteilnehmerzahl von 12 Mediatoren stattfinden. Hinsichtlich der Kosten haben wir uns bemüht, diese so gering wie möglich zu halten.

Als Mitglied des Verbandes zum Vorzugspreis von

Modul 1:                                        614,00 €,         zzgl. 7 % MwSt.      42,98 € =           656,98 €
Modul 2:                                       921,00 €,          zzgl. 7 % MwSt.      64,47 € =           985,47 €
Modul 3:                                       614,00 €,          zzgl. 7 % MwSt.      42,98 € =           656,98 €
Alle drei Module:                      1.974,00 €,         zzgl. 7 % MwSt.    138,18 € =         2.112,18 €

Als Nichtmitglied zum Preis von

Modul 1:                                        674,00 €,        zzgl. 7 % MwSt.        47,18 € =             721,18 €
Modul 2:                                    1.010,00 €,         zzgl. 7 % MwSt.       70,70 € =          1.080,70 €
Modul 3                                         674,00 €,        zzgl. 7 % MwSt.       47,18 € =              721,18 €
Alle drei Module:                      2.198,00 €,        zzgl. 7 % MwSt.      153,86 € =          2.351,86 €

Nach der Rechtsverordnung zum Mediationsgesetz sind für zertifizierte Mediatoren 40 Fortbildungsstunden innerhalb von jeweils vier Jahren notwendig.

Gleiches gilt für die notwendige Einzelsupervision (§ 2 und §7 ZMediatAusbZ) einer durchgeführten Mediation, die für die gesetzliche Zertifizierung – als auch für eine Verbandszertifizierung – notwendig ist und ebenfalls von Herrn Bubert angeboten wird.

Liebe Mitglieder und Freunde des Verbandes, ich würde mich sehr freuen, Sie in Frankfurt begrüßen zu dürfen und ich bin schon heute sicher, dass wir gemeinsam dort eine lohnende, kurzweilige und interessante Zeit verbringen werden. Hier können Sie sich anmelden: Anmeldeformular

Möchten Sie uns weiterempfehlen finden Sie hier den Flyer dieser Aufbau- und Fortbildung: Fleyer Aufbau- und Fortbildungskurse 2018 u. 2019

Für die Beantwortung Ihrer Fragen stehe ich Ihnen stets zur Verfügung. Gerne können Sie sich auch direkt an den Ausbildungsleiter Christoph Bubert (info@mediation-bubert.de; Tel. 02203 / 357 169) wenden.

Mit sehr freundlichen und mediativen Grüße,

Ihre

Martina M. Lauenroth

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BERICHT ÜBER DEN 8. KONGRESS KONFLIKTMANAGEMENT

Der 8. Kongress „Konfliktmanagement in der Bau- und Immobilienwirtschaft“ am 16. März 2018 in Berlin  – ein voller Erfolg!

Die Zusammenarbeit mit der DGA Bau war sowohl in der Organisation als auch thematisch erfreulich: Über 150 Teilnehmer, deutlich mehr als in den Vorjahren,  interessierten sich für unsere gemeinsames Anliegen der Förderung und Ausweitung außergerichtlicher Streitbeilegung in der Bau-und Immobilienwirtschaft.

Wissenschaftliche Vorträge wie z.B. der unseres Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Shervin Haghsheno vom KIT Karlsruher Institut für Technologie über „Motive der Streitparteien in Bausachen zur Bevorzugung von Gerichtsverfahren gegenüber der außergerichtlichen Streitbeilegung“ wechselten sich ab mit der Darstellung praktischer Fallbeispiele außergerichtlicher Streitbeilegung im Bauwesen.

Insgesamt bot das Programm eine ausgewogene Mischung theoretischer und praktischer Aspekte zu ADR in der Bau- und Immobilienwirtschaft. Die Resonanz der Teilnehmer war nach der ersten Auswertung des feed-backs durchweg positiv, und wir werden die Anregungen und learnings aus diesem Jahr mit in den nächsten Kongress nehmen.

Besonders gefreut haben wir uns über unsere Preisträgerin des Förderpreises 2018, Andrea Köhn, deren Präsentation (Förderpreis 2018_Praxisfall) wir Ihnen hier gerne zur Verfügung stellen wollen, denn wir finden ihre Arbeit ganz hervorragend – ein zu Recht ausgezeichnetes Beispiel für eine vorbildliche Umstrukturierung eines Unternehmens  der Immobilienwirtschaft im Sinne einer guten Konfliktlösungskultur!

Dr. Sabine Renken, M.A.

Unseren 9. Kongress „Konfliktmanagement in der Bau- und Immobilienwirtschaft“  werden wir am 29.03.2019 wieder in Berlin im Steigenberger Hotel Am Kanzleramt zusammen mit der DGA-Bau veranstalten.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

 

Der Tagungsband vom 8. Kongress Konfliktmanagement in der Bau- und Immobilienwirtschaft am 16.03.2018, 176 Seiten, Paperback-Einband, mehrfarbig, Format A 4, ISBN 978-3-9817834-3-8, ist über die Geschäftsstelle des VdBauImm (geschaeftsstelle@mkbauimm.de) erhältlich. Verkaufspreis: 50,00 € zzgl. 3,50 € Verpackung und Versand.

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„MEDIATION UND BÜRGERBETEILIGUNG IN DER ÖFFENTLICHEN PLANUNG – EIN DILEMMA?“

„Mediation und Bürgerbeteiligung in der öffentlichen Planung – ein Dilemma?“

Der VEREIN ZUR FÖRDERUNG VON WISSENSCHAFT  UND PRAXIS DER MEDIATION E.V. veranstaltete am 20. Februar 2018 ein interessantes und hochkarätig besetztes Podiumsgespräch in der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität Berlin zu verschiedenen Aspekten und Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung und Mediation in der öffentlichen Planung.

Kann eine Behörde ergebnisoffen diskutieren? Will der Vorhabenträger sich mit den Interessen der Bürger wirklich auseinandersetzen? Und wenn, ist das nicht eher eine Beschwichtigung ohne wirkliche Rechte für die Bürger? Wer sind die sogenannten „Wutbürger“ bzw. repräsentieren diese wirklich die Mehrheit der Bevölkerung? Über diese und andere Fragen wurde debattiert, das Gespräch moderierte Rechtsanwalt und Mediator Dr. Alexander v. Aretin, M.A..

Alle Beteiligten waren sich einig darüber, dass die Mitsprache der Bürger auf diesem Gebiet, ob als Mediation oder in anderen  Formen der Beteiligung nur wirklich dann nachhaltig Sinn macht, wenn in einem möglichst frühen Stadium der Planung  damit begonnen wird. Am meisten Erfolg haben solche Formate,  in denen die Beteiligten schon vor dem Raumordnungsverfahren zusammenkommen, um Vorzugsvarianten zu erarbeiten.

Dabei muss man sich darüber klar sein, dass in aller Regel über das „ob“ öffentlicher Planung nicht mitentschieden wird, sondern nur über das „wie“. Dr. h.c. Eckart Hien, ehemaliger Präsident des BVerwG, betonte, dass die Behörde nicht unbesehen das Ergebnis einer Mediation übernehmen könne –  sondern solche Entscheidungen dürften und müssten allein von demokratisch legitimierten Gremien getroffen werden. Eine Planung müsse nicht immer akzeptiert, aber respektiert werden, und das könnte die Bürgerbeteiligung leisten.

„Bürgerbeteiligung ist wichtig damit die Verwaltung kluge Entscheidungen treffen kann, Mediation, um Frieden mit den Beteiligten zu schließen“, sagte Dr. Frank Nägele, bis 2017 Staatssekretär im Verkehrsministerium des Landes Schleswig-Holstein: „Die Planfeststellungsbehörde ist unabhängig und entscheidungsbefugt. Unser Verfahrensrecht ist für eine demokratische Beteiligung nicht geöffnet – also müssen wir neue Wege der Legitimation finden“.  Rechtsstaatliche Verfahrensgrundsätze müssten dabei allerdings gewahrt werden, dies sei  eine Frage der Planungskultur.

Auch Dr. Werner Reh, Leiter Verkehrspolitik des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V./ Friends of the Earth Germanysprach sich für „kluge, neue Verfahren“ aus: eine Beteiligung der Bürger und Träger öffentlicher Belange, die erst 10-15 Jahren nach Beginn der Planung einsetze, komme zu spät. In freiwilligen Dialogverfahren könne man aber ohne weiteres Aspekte des Gemeinwohls einbringen.

Von steilen Lernkurven sprach in diesem Zusammenhang Eleonore Lohrum, Leiterin der Rechtsabteilung Infrastrukturrecht der Deutschen Bahn AG, deren Organisation die Bürgerbeteiligung in als Managementprojekt integriert hat und sich mit „stakeholder management“ sehr frühzeitig bemüht, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen.  Heutzutage gebe es kein Verfahren mehr, ohne dass sich im Vorfeld die Betroffenen zusammensetzten. Es gehe darum, sich in einem strukturierten Prozess kontinuierlich für die Dauer der Planung über die Schultern sehen zu lassen und Alternativen zu entwickeln – damit könne die Planung großer Projekte um Jahre beschleunigt werden.

Über den Einsatz von Mediation in solchen Prozessen sprach Annika Schreiber, die als Juristin und Mediatorin an der Universität Konstanz über Konfliktprävention durch Mediation in öffentlichen Planungsverfahren promoviert:  Die Protestkultur habe sich geändert. Mediation sei sicher nicht auf jeder Planungsstufe gleich gut geeignet, aber mediative Verfahrensbegleitung sei auch bei Straßenbauplanungen möglich. Die Behörde müsse rechtzeitig eingebunden werden, damit klar werde, welche Interessen im Mediationsverfahren vertreten sein müssten: „Bürgerbeteiligung braucht Raum und Zeit“. Es dürfe kein Machtungleichgewicht durch Infomationsasymmetrie entstehen– man müsse möglichst alle Beteiligten auf einen Wissensstand bringen.

Natürlich gibt es auch eine Art von Beteiligungsfrustration – nicht alle Betroffenen sind gleichermaßen am Gemeinwohl orientiert, häufig geht es um eigene, also Partikularinteressen, die durch Mediation auch nicht befriedigt werden können.  Dennoch darf man die Motivation der Bürger, an öffentlichen Planungsentscheidungen teilzuhaben, nicht gering schätzen. Staatliche Verantwortung gegen regionale Betroffenheit muss kein unauflösbarer Konflikt sein. „Wutbürger“ sind vor Allem die Menschen, welche sich nicht gehört fühlen, und je intensiver man die Betroffenen einbindet, desto mehr Akzeptanz finden staatliche Entscheidungen. Allerdings muss in allen Formen des Dialogs darauf geachtet werden, dass eine Verknüpfung zwischen informellen Beteiligungsverfahren, wie Mediation, und späteren formellen Entscheidungsverfahren hergestellt werden kann – je eher, desto besser.

Dr. Sabine Renken, M.A., Rechtsanwältin & Mediatorin bei BUSE HEBERER FROMM in Hamburg

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8. KONGRESS – KONFLIKTMANAGEMENT IN DER BAU- UND IMMOBILIENWIRTSCHAFT

Der 8. Kongress

Konfliktmanagement in der Bau-und Immobilienwirtschaft

findet

am 16. März 2018

in Berlin

im Steigenberger Hotel am Kanzleramt

statt.

Es wird der erste gemeinsame Kongress der beiden Verbände VdBauImm und DGA-Bau sein, die sich intensiv und vorrangig für die Förderung und Ausweitung der außergerichtlichen Streitbeilegung in der Bau-und Immobilienwirtschaft einsetzen.

Bei Anmeldung bis zum 15.12.2017 können Sie den Frühbucherpreis in Anspruch nehmen.

Seien Sie gespannt auf:

  • die Motive der Streitparteien in Bausachen zur Bevorzugung von Gerichtsverfahren anstatt der außergerichtlichen Streitbeilegung
  • die Projektrealisierung mit meditativen Kompetenzen und die Rolle des Dienstleisters in der Mediation
  • die Fallbeispiele: Streitvermeidung durch Schlichtergremium, Schiedsgutachten im Straßenbau und Schlichtung in der Schweiz
  • die Besonderheiten des neuen Bauvertragsrechts
  • die Verleihung der Förderpreise 2018 und
  • die Diskussionen mit den Referenten.

Näheres können Sie dem anliegenden Flyer entnehmen.

Das Anmeldeformular ist hier beigefügt. Die Anmeldung kann alternativ unter www.konfliktmanagement.online direkt vorgenommen werden.

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Kooperative Verhaltensweisen am Bau

Unser Mitglied Gero M. Wähner, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht und Mediator im Bauwesen aus Frankfurt, hat uns einen interessanten Bericht über die Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Baurecht e. V. : “Kooperative Verhaltensweisen am Bau“ – in Frankfurt am Main am 06. April 2017 geschickt. Wir freuen uns, dass das Thema der Kooperation in der Bauwirtschaft offenbar breites Interesse findet und darüber nachgedacht wird, wie man Konflikte am Bau vermeiden kann:

Am 6.4.2017 fand in Frankfurt am Main die Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Baurecht e. V. „Kooperative Verhaltensweisen am Bau“ mit den Themen „Kooperative Verhaltensweisen – Anspruch und Wirklichkeit“, „Mehrparteien(Bau)verträge“ sowie „BIM“ statt.

Der Leitsatz des BGH in seinem wegweisenden Urteil vom 28.10.1999, VII ZR 393/98, zum Kooperationsgebot stand am Beginn und Ende dieser hochinteressanten Vortrags- und Diskussionsrunde: „Die Vertragsparteien eines VOB/B-Bauvertrages sind während der Vertragsdurchführung zur Kooperation verpflichtet.“

Konflikte am Bau durch Vertragsgestaltung

Konflikte können schon in der Vertragsgestaltung angelegt sein, etwa wenn bestimmte Vertragssklauseln bei Bauverträgen auf einen Partner wie eine „Kriegserklärung“ wirken (müssen) oder einer „Versklavung“ gleichkommen. Ein kooperatives Miteinander wird hierdurch von vorneherein verhindert.

Den Kooperationsgedanken fördernde Vertragsgestaltungen – wie Allianzverträge und Partneringverträge – mit innovativen Beteiligungs-, Prozess- und Vergütungsstrukturen sowie teils mehrstufiger Ausgestaltung, sind vor allem aus dem angloamerikanischen Rechtskreis, nämlich Australien, Großbritannien und den USA bekannt und könnten hierzulande Vorbild sein.

BIM (Building Information Modeling – zu deutsch: „Gebäudedatenmodellierung“) scheint per se kein Allheilmittel zu sein, um kooperative Verhaltensweisen am Bau zu befördern. BIM ist zuvörderst eine Planungsmethode zur Effizienzsteigerung für den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie oder eines sonstigen Bauwerks. Inwieweit BIM gleichwohl zur Förderung kooperativen Verhaltens beitragen kann, hängt maßgeblich von der Vertragsgestaltung ab – und im Weiteren von einer kooperativen Umsetzung des Projekts.

Die abschließende Diskussion machte deutlich, dass die Förderung kooperativer Verhaltensweisen am Bau schon „vorvertraglich“ zu beginnen ist. So erscheint es sinnvoll, bereits vor Vertragsschluss die einem bestimmten Bauprojekt immanenten Risiken zu erforschen, diese zu definieren und auf eine Minimierung dieser Risiken hinzuwirken. Dies kann auch gemeinsam geschehen. Am besten wäre es, die Projektziele gemeinsam zu definieren. Eine Risikoverteilung zwischen den Vertragsparteien sollte nach dem Prinzip gestaltet werden, wer sie jeweils besser beherrschen kann. Statt auf das Haftungsmanagement sollte der Fokus stärker auf das Problemmanagement gelegt werden. Schließlich schadet es auch nicht, bereits frühzeitig sowie verstärkt und fortwährend technischen Sachverstand in die jeweiligen Phasen eines Projekts einzubeziehen.

 

Gero M. Wähner

Rechtsanwalt, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht, Baumediator
 
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Neuer Vorsitzender des Vorstandes der Bau- und Immobilienmediatoren e.V.

Der Verband der Bau- und Immobilienmediatoren hat auf seiner Mitgliederversammlung am 09. März 2017 Prof. Dr. Shervin Haghsheno zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Er übernimmt das Amt von Prof. Dr. Martin Jung.

Haghsheno ist Geschäftsführender Direktor des Instituts für Technologie und Management im Baubetrieb am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Jung ist Partner bei Kapellmann in Berlin und gehört zu den Gründungsmitgliedern des Verbands. Seit Verbandsgründung im Jahr 2007 hat Jung den Verband geführt. „Nach fast zehn Jahren ist es an der Zeit, die Führung des Verbandes in neue Hände zu geben, um zusätzliche Impulse für seine Weiterentwicklung zu erhalten.“, sagte Jung in der Mitgliederversammlung. Haghsheno dankte seinem Vorgänger für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement: „Martin Jung hat mit hohem persönlichen Einsatz dazu beigetragen, dass der Verband heute eine maßgebende Stimme für die Themen Mediation, Konfliktprävention und Konfliktmanagement in der Bau- und Immobilienwirtschaft ist.“

Vorstand und Mitgliederversammlung dankten zudem Prof. Dr. Bernd Kochendörfer und Mario Garbuio von Au, die nach 10 Jahren im Vorstand nicht erneut für ein Vorstandsamt kandidierten.

Der Verband der Bau- und Immobilienmediatoren e. V. unterstützt die Bau- und Immobilienwirtschaft bei der Vermeidung, Bearbeitung und Lösung aller dort zu erwartenden Konflikte. Als Methode erster Wahl sieht er dabei die Mediation an, die in besonderem Maße geeignet ist, Konflikte effizient, zügig, interessenorientiert, diskret und wertschöpfend zu lösen. Der Verband feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen.

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Verband der Bau- und Immobilienmediatoren e.V.

Der Verband der Bau- und Immobilienmediatoren e. V. unterstützt die Bau- und Immobilienwirtschaft bei der Vermeidung, Bearbeitung und Lösung aller dort zu erwartenden Konflikte. Als Methode erster Wahl sieht er dabei die Mediation an, die in besonderem Maße geeignet ist, Konflikte effizient, zügig, interessenorientiert, diskret und wertschöpfend zu lösen. Seit seiner Gründung im Jahr 2007 versteht sich der Verband der Bau- und Immobilienmediatoren als Partner der Bau- und Immobilienwirtschaft

  • für die Möglichkeit der Einbeziehung von Mediationsklauseln bereits bei der Vertragsgestaltung,
  • für die projektbegleitende Konfliktlösung,
  • für die situative Verständigung der Parteien auf eine Mediation.

An seine Mitglieder und Bau und Immobilienmediatoren stellt der Verband erhebliche Qualitätsanforderungen.

Ihre Kompetenz müssen sie für folgende Bereiche nachweisen:

  • Kenntnisse im Bau- und/oder Immobilienbereich,
  • rechtliche Kenntnisse,
  • Mediationskenntnisse. 

Dies wird regelmässig durch die Qualifikation eines Fachanwaltes für Bau- und Architektenrecht oder eines öffentlich bestellten und vereidigten oder zertifizierten Sachverständigen oder eines Hochschullehrers aus dem Bau- und Immobilienbereich nachgewiesen. 

Die Mediationskompetenz ist durch eine abgeschlossene Mediationsausbildung von mindestens 120 Stunden nachzuweisen.

Mit internen Schulungsmaßnahmen und Kontaktforen schafft der Verband einen Rahmen, um Sonderprobleme der Mediation in Bau- und Immobilienstreitigkeiten zu identifizieren, Anregungen und Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten und so eine bau- und immobilienkonfliktspezifische Qualität der Mediation sicherzustellen.

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