Regionalgruppe Frankfurt am Main
Im Rahmen einer Videokonferenz am 06.01.2021 trafen sich Mitglieder des MKBauImm und Gäste zu einer regen, bereichernden und kurzweiligen Diskussion zum Tema Online-Mediation.

Durch das Online-Format des Treffens konnten interessierte Menschen aus verschiedenen Bundesgebieten und aus dem nahen Ausland zusammenkommen, um sich auszutauschen und zu vernetzen.

Die Diskussionsthemen betrafen einerseits technische Voraussetzungen und Fragen des Datenschutzes und andererseits methodische und inhaltliche Aspekte.

Über die Videokonferenz-Anbieter senfcall.de, Big Blue Button und Wire wird berichtet, dass diese aus Sicht des Datenschutzes zu den zu empfehlenden Anbietern gehören.

Als Vorteil einer Online-Mediation wird angesehen, dass sich nicht alle Personen zeitgleich an einem Ort sein müssen und für den Fall, dass man zeitweise nur mit einem Teil spricht, kann der andere vor Ort bei sich anderen Tätigkeit nachgehen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man Fahrtzeiten und Fahrtkosten spart.

Es wurde herausgearbeitet, dass bei einer Online-Mediation möglicherweise andere Sinne gefragt sind als bei einer Präsenz-Mediation. Frau Klein hatte dargestellt, dass sie aus ihrer Tätigkeit für Blinde die Erfahrung gemacht hat, dass man bezüglich der Stimmen sehr feinfühlig wird. Wenn man kein Bild hat und nur die Stimme hört, kann das hilfreich sein, weil man z.B. bezüglich der Herkunft, des Aussehens, des Alters möglicherweise keine Vorurteile hat.

Es bestand Konsens darin, dass es bei eine Telefon- oder Online-Mediation vorteilhaft ist, dass sich die Parteien bzw. die Beteiligten vorher persönlich kennengelernt haben. Als Einstieg sind 1–2 Präsenzsitzungen zu empfehlen und erleichtern auch im Nachhinein nach der Erfahrung derjenigen, die solche Mediationen schon durchgeführt haben, die Lösungsfindung.

Zum Thema Online-Mediation sind zwei weitere Online-Treffen geplant. Frau Ludewig wird in einem Impulsvortrag darüber berichten, was als sogenanntes Setting bei Online-Mediationen zu beachten ist. Herr Speidel sowie Frau Schubert-Panecka haben sich bereiterklärt in einem weiteren Impulsvortrag zur Online-Mediation zu referieren. Beide haben entsprechende Erfahrungen bzw. sind hierin schon geschult oder schulen hierin oder darüber. Die Termine werden noch festgelegt.

Regionalgruppe Berlin/Brandenburg
In kleiner Runde hat die Regionalgruppe des MKBauImm Berlin/Brandenburg im Dezember 2020 ein Advents-Online-Treffen durchgeführt, damit wir untereinander zumindest in diesem Format noch einmal zusammenfinden.

Hans-Joachim Kilian, der neue Regionalleiter hat das Thema analoger digitaler Formate vorgestellt. Es geht dabei darum, wie man denn mit Zoom oder anderen Anbietern digital eine Besprechung, ein Seminar oder auch eine Mediation durchführen kann, ohne dass man die ganze Zeit 40 – 70 cm vor dem Bildschirm hängt.

Um sich analog vor dem Bildschirm zu bewegen muss man sich letzten Endes eine Art Studio einrichten, das einem eine analoge Bewegungsfreiheit gibt. Man kann dann auch Flipcharts einsetzen und eine Powerpoint-Präsentation auf einer Leinwand zeigen. Dies ist im Vergleich zu einer rein digitalen Präsentation, bei der die Powerpoint-Präsentation auf dem Bildschirm sehen und den Vortragenden unten rechts in einer kleinen Kachel, ein kurzweiligeres Format. Notwendig sind aber für den Vortragenden mindestens 2 Bildschirme, damit man neben Dokumenten die man auf einem Bildschirm präsentieren kann, auch die Zuschauer im „digitalen“ im Blick hat.

Es wird spannend sein, welche digitalen Formate für welche Gelegenheiten sich, auch ohne Corona, durchsetzen werden.

Als Vorteil haben wir auch diskutiert, dass man digital nicht nur auf die Region beschränkt ist sondern zu Regionaltreffen letztendlich alle Verbandsmitglieder aus allen Regionen Deutschlands einladen kann. Mit Zoom und anderen Anbietern kann das regionale eben auch überregional werden.

Für die Regionalgruppe Berlin/Brandenburg
Klaus Heinzerling